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Glossar

Darstellungsdienst
Darstellungsdienste ermöglichen es, darstellbare Geodaten anzuzeigen, in ihnen zu navigieren, sie zu vergrößern oder zu verkleinern, zu verschieben, Daten zu überlagern sowie Informationen aus Legenden und sonstige relevante Inhalte von Metadaten anzuzeigen.
Data Warehouse
Ein Data Warehouse ist eine Basiskomponente der Nationale-GeoDatenBasis (NGDB) und der GDI-Projekte, die derzeit im Aufbau sind. Der Begriff bezeichnet eine Architektur, die den Zugriff auf möglichst jede interne Datenbank von jedem Arbeitsplatz aus erlaubt.
Datenbank-Managementsystem (DBMS)
Ein Datenbankmanagement-System (DBMS) organisiert eine Datenbank (also eine große, zusammenhängende Menge an Daten). Dabei wird der Zugriff auf Daten kontrolliert, sodass mehrere Nutzer auf die Datenbank zugreifen können, ohne dass es zu Zugriffskonflikten kommt. Eine standardisierte Abfrage ermöglicht Zugriff von unterschiedlichen Anwendungen aus.
Datenerfassung
Datenerfassung bezeichnet den Aufnahmeprozess von analogen Informationen in ein digitales System. Beispiele für Datenerfassung sind das Scannen, das Digitalisieren oder manuelle Texteingaben.
Datenmodell
Ein Datenmodell oder auch Datenschema ist die Beschreibung der inneren Struktur und der Beziehungen von Daten, in der Regel mittels eines Diagramms und einem Begleittext. Die Daten sind dabei vollständig und widerspruchsfrei zu beschreiben.
Datentransfer
Ein Datentransfer ist die Übergabe von Daten von einem Datenträger oder Computersystem auf einen anderen. Unterscheidet sich die Zielsoftware von der des Ursprungsdatenträgers ist häufig eine Veränderung des Datenformats notwendig.
Datum
Definiertes geodätisches Bezugssystem
DEM
Digital Elevation Model (oder: Terrain-Modell). Ein digitales Geländemodell zur Darstellung einer topographischen Oberfläche, oft auf einem Raster basierend und mit einem Höhenwert für jede Zelle oder auf einem Satz unregelmäßiger Dreiecke basierend (siehe TIN)
DENIS
Das deutsche Notfallvorsorge-Informationssystem deNIS ist ein Netzwerk im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes, in dem Daten und Informationen von Bundes- und Länderbehörden sowie internationalen Institutionen zentral zur Verfügung gestellt werden.
Desktop-GIS
Desktop-GIS bietet weniger Funktionalitäten als andere GIS-Typen, ist aber vorteilhaft bei der Verarbeitung von kleinen Datenmengen. Es wird darum von Sachbearbeitern in Kommunalverwaltungen und Ingenieurbüros eingesetzt. Ein typischer Vertreter dieser Programmgruppe ist ArcView.
Deutschland-Online
Deutschland-Online ist die gemeinsame E-Government-Strategie von Bund, Ländern und Kommunen, um gemeinsam Verwaltungsdienstleistungen anzubieten, Portale zur vernetzen und einheitliche Infrastrukturen und Standards zu entwickeln.
DGK5
Die Deutsche Grundkarte (DGK5) ist eine Kombination der Darstellung von Topographie und Eigentumsgrenzen. Sie wird insbesondere für großmaßstäbige Fachplanungen verwendet.
DGM
Ein Digitales Geländemodell (DGM, auch DEM: Digital Elevation Model) ist eine digitale Darstellung der Geländeoberfläche durch miteinander verbunde Stützpunkte, beispielsweise in Form von Dreiecksnetzen oder Rastergittern. Mit einem DGM kann man die Höhe von Geländepunkten bestimmen, Höhenlinienkarten erstellen sowie Volumina und Neigungen berechnen. Das ATKIS-DGM umfasst auch das Digitale Höhenmodell (DHM).
DHDN 1990
Das deutsche Hauptdreiecksnetz 1990 ist eine geodätische Grundlage für den vermessungstechnischen Raumbezug. Bezugsfläche ist das Besselellipsoid, Fundamentalpunkt ist der Hauptdreieckspunkt Rauenberg. Das DHDN 1990 wird in der Landesvermessung verwendet.
DHHN 92
Das Deutsches Haupthöhennetz 1992 ist bezogen auf das Quasigeoid. Die Höhen sind Normalhöhen und werden als Höhen über Normalhöhennull (NHN) bezeichnet. Das DHHN 1992 ist eine geodätische Grundlage für den vermessungstechnischen Raumbezug in Rheinland-Pfalz.
Dienst
Ein Dienst ist allgemein ein Programm, welches ein Computernetzwerk einem Anwender bereitstellt. Im Sinne der Geodateninfrastruktur unterstützen Geodienste den Zugang zu Geodaten, bieten Suchstrategien innerhalb des Datennetzes, ermöglichen die Präsentation von Geodaten (Beispiel: WMS), bieten Analysefunktionen, organisieren den Vertrieb von Geodaten (Beispiel: WPOS) und vieles mehr.
Digitale Orthophotos (DOP)
Digitale Orthophotos (DOP) als bildhafte Landschaftsmodelle sind Teil von ATKIS. Sie sind photobasiert, rasterorientiert und lagetreu.
Digitale Signatur
Als Digitale Signatur werden verschiedene Methoden zur eindeutigen Kennzeichnung eines digital vorliegenden Dokumentes bezeichnet. Dabei kann, wie bei einer Unterschrift auf Papier, durch die Signatur ein Zusammenhang zwischen einer natürlichen oder juristischen Person und einem Dokument gezogen werden.
Digitale Topographische Karte (DTK)
Digitale Topographische Karten (DTK) sind Bestandteil von ATKIS und werden sowohl im Vektor- als auch Rasterformat angeboten. Sie sind signaturenbasiert und im jeweiligen Maßstab generalisiert. Bundesweit einheitlich werden die folgenden Maßstäbe der aus den DLM-Daten abgeleiteten DTKs angeboten:1:10.000, 1:25.000, 1:50.000, 1:250.000, 1:1.000.000.
Digitales Höhenmodell
In einem DHM werden Höhenwerte von regelmäßig oder unregelmäßig verteilten Geländepunkten (Stützpunkte) digital gespeichert. Ein DHM ist im DGM enthalten.
Digitales Kartographisches Modell (DKM)
Das Digitale Kartographische Modell (DKM) ist ein Bestandteil von ATKIS und zeigt ein zweidimensionales Sekundär-Kartenmodell in digitaler Vektor- oder Rasterform. Es leitet topographische Karten verschiedener Maßstäbe aus dem Digitalen Landschaftsmodell ab, ist signaturenbasiert und je nach Maßstab generalisiert. Die Signaturen des DKM werden vom ATKIS-Signaturenkatalog (ATKIS-SK) festgelegt.
Digitales Landschaftsmodell (DLM)
Das Digitale Landschaftsmodell (DLM) sind ein Bestandteil von ATKIS und besteht aus topographischen Vektordaten. Die dargestellten Objekte werden gemäß einem Objektartenkatalog (ATKIS-OK) strukturiert und erfasst. Der Inhalt des Basis-DLM (DLM mit der höchsten Auflösung) orientiert sich am Inhalt der Topographischen Karte TK25. ATKIS umfasst mehrere Landschaftsmodelle mit unterschiedlichen Maßstäben: 1:25.000 (Digitales Basis-Landschaftsmodell oder auch Basis-DLM genannt), 1:50.000, 1:250.000 und 1:1000.000.
Digitalisieren
Konvertieren analoger Daten (z.B. Papierkarten) in digitale Form, normalerweise in kartesische Koordinaten. Dies kann mit Hilfe eines Tabletts und eines von Hand geführten Cursors oder eines Scanners geschehen; vgl. Vektordaten, Rasterdaten.
DIN
Das Deutsche Institut für Normung (DIN) ist Mitglied der internationalen Normungsorganisation ISO und vertritt dort die Interessen der Bundesrepublik Deutschland. Der europäische Partner ist das CEN (Europäisches Normungskomitee).
direkter Raumbezug
(Georeferenzierung) Zuordnung zu einem Ort auf der Erdoberfläche durch Angaben von Koordinaten.
DKM
heißt "Digitales Kartographisches (Landschafts-)Modell" und ist ein Teil von ATKIS. Das DKM diente dem Ziel, topographische Karten (Topographie) verschiedener Maßstäbe automatisch aus dem DLM abzuleiten.
DLM
Digitales LandschaftsModell. Als Modellkomponente von ATKIS beinhaltet das DLM die in ATKIS geführten Landschaftsbestandteile in vektorieller Form. Die Beschreibung der Topographie erfolgt in einem Objektartenkatalog (OBAK).
Downloaddienst
Dienste, die das Herunterladen und, wenn durchführbar, den direkten Zugriff auf Kopien von Geodaten ermöglichen.
Drawing Exchange Format (DXF)
Das Drawing Exchange Format DXF ist ein CAD-Austauschstandard, der von der Firma Autodesk mit dem Produkt AutoCAD verbreitet wurde und sich auch für GIS-Programme zu einem nicht offiziellen Standard entwickelt hat.
DXF
Digital eXchange Format (digitales Austauschformat). Ein von Autodesk entwickeltes Datenformat, das ursprünglich für die Datenübertragung zwischen CAD-Systeme konzipiert wurde. Aufgrund seiner Einfachheit wird es jetzt auch häufig zum Datenaustausch zwischen GIS-Systemen verwendet, obwohl es eine Reihe von Beschränkungen aufweist.