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Aktuelles

12.10.2015

Nationale Geoinformationsstrategie von Bund, Ländern und Kommunen beschlossen

 

Grundversorgung sichern, Mehrfachnutzung erleichtern und Innovationen fördern, das sind die Grundpfeiler der Nationalen Geoinformations-Strategie (NGIS), einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Geoinformationspolitik.

Die PDF-DateiNGIS  wurde nun von Bund, Länder und Kommunen im Lenkungsgremium GDI-DE beschlossen.

 

Das nationale Geoinformationswesen ist eine zentrale Gemeinschaftsaufgabe. Geoinformationen werden für raumbezogene Entscheidungsprozesse in allen gesellschaftlichen Gruppen wirkungsvoll eingesetzt, in vollem Umfang wirtschaftlich rentabel und wertschöpfend erhoben und genutzt. Sie helfen, nationale Interessen zu unterstützen und Verpflichtungen zu erfüllen.

Um die deutsche Geoinformationspolitik nachhaltig und zukunftsweisend zu gestalten und die gesamte Komplexität des Themas in den Blick zu nehmen, bedarf es einer gemeinsamen strategischen Herangehensweise. Aus diesem Grund hat das Lenkungsgremium Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) die NGIS entwickelt. NGIS richtet sich an alle Akteure, die Geoinformationen erheben, führen, bereitstellen oder nutzen. Die Aufstellung erfolgte daher auch unter Beteiligung der Wirtschaft und der Wissenschaft sowie Anfang 2015 mit einem breit angelegten öffentlichen Online-Beteiligungsverfahren.


 

Die NGIS bildet mit den drei maßgeblichen Zielen

1. Grundversorgung sichern,

2. Mehrfachnutzung erleichtern und

3. Innovationen fördern

ein wesentliches Fundament des Standortvorteils Deutschland. Diese Ziele sollen über alle föderalen Ebenen hinweg gemeinsam erreicht und damit ein Beitrag zur Sicherung der nationalen Souveränität geleistet werden. Politik und alle Akteure sind aufgerufen, im partnerschaftlichen Dialog zur Umsetzung der NGIS beizutragen.

Das weitere Vorgehen zur Umsetzung der NGIS wurde am 15. September 2015 in einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Kongress und Fachmesse INTERGEO mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bund, Ländern und Kommunen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und bewertet. So diskutierten unter Moderation von Dr. Georg Thiel (Bundesministerium des Innern), Dieter Heß (Mitglied Lenkungsgremium GDI-DE), Hilmar von Lojewski (Beigeordneter Deutscher Städtetag), Prof. Dr. rer. nat. Andreas Wytzisk (Hochschule Bochum), Michael Bültmann (HERE Deutschland GmbH) und Claus Krinke (Ansprechpartner der Ministerkonferenz für Raumordnung für die GDI-DE). Der Vorsitzende des Lenkungsgremiums GDI-DE Dr. Friedrich Löper (Bundesministerium des Innern) eröffnete den Dialog mit einem Impulsvortrag.

  Foto der NGIS-Podiumsdiskussion INTERGEO Quelle: © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
Foto der NGIS-Podiumsdiskussion INTERGEO; Quelle: © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie

Die Diskussion hat gezeigt, dass noch viele Fragen im Detail zu klären sind. Dennoch sieht man sich auf einem guten Weg, die Rahmenbedingungen gemeinsam weiterzuentwickeln. Wie bereits in der NGIS festgehalten, werden grundlegende Maßnahmen unter Federführung des Lenkungsgremium GDI-DE definiert und realisiert. Weitere spezifische Maßnahmen werden von den einzelnen Akteuren in eigener Verantwortung umgesetzt und bei Bedarf über das Netzwerk GDI-DE abgestimmt.